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Gesellschaft : Integrationsbeirat verleiht den Hamburger Integrationspreis

Die Gewinner des Hamburger Integrationspreises stehen fest: Das Spielhaus Alsenpark in Altona und das Jugendzentrum Neuallermöhe teilen sich den ersten Platz des vom Integrationsbeirat ausgeschriebenen Wettbewerbs, an dem sich mehr als 20 Bewerber beteiligt hatten. Ziel des mit 10.000 Euro dotierten Integrationspreises ist die Würdigung und Unterstützung von Projekten, die sich erfolgreich um die Förderung der deutschen Sprache bei Kindern und Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache bemühen.


Vor der Sitzung des Integrationsbeirats am Dienstag feierten die Preisträger im Konferenzzentrum der Axel-Springer-Passage ihren Erfolg. Bürgermeisterin Birgit Schnieber-Jastram dankte den Initiatoren der Projekte für ihr Engagement und übergab in ihrer Funktion als Vorsitzende des Integrationsbeirats Urkunden als Anerkennung.

„Das Erlernen der deutschen Sprache ist für eine erfolgreiche Integration von entscheidender Bedeutung. Für Kinder und Jugendliche, die nicht mit Deutsch als Muttersprache aufwachsen, ist es wichtig, früh mit der deutschen Sprache vertraut zu sein. Nur so ist gewährleistet, dass sie in Schule und Ausbildung gerechte Chancen haben“, so Bürgermeisterin Schnieber-Jastram. Als Unterstützung für ihre Arbeit erhalten die beiden Gewinner je 4.000 Euro. Die Kinderwelt Hamburg e.V. belegte den zweiten Platz und bekommt dafür 2.000 Euro. Stifter des Preises ist Detlef Bogdol, Hamburger Unternehmer und Mitglied des Integrationsbeirats. Für die Auswahl der Gewinner war eine unabhängige Jury zusammen gekommen, der unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Schnieber-Jastram der Stifter Bogdol, Maria von Welser, Direktorin des NDR-Landesfunkhauses, Peter Becker, Präsident der Handwerkskammer, Dr. Hans-Joachim Funke, Direktor des Klinikverbundes evangelische Stiftung Alsterdorf, Michael Weidmann, Präses des Zentralausschusses Hamburgischer Bürgervereine von 1886 r.V., und der HSV-Profi-Fußballer Sergej Barbarez angehörten.

Die ausgezeichneten Projekte:

Spielhaus Alsenpark

Das Spielhaus Alsenpark in Altona wendet sich mit seinem Projekt zur Sprach- und Integrationsförderung an Kinder türkischer Herkunftssprache im Vorschulalter. In Kooperation mit der Vorschule Arnkielstraße werden die Kinder von den Pädagogen zweimal wöchentlich sowohl in ihrer Muttersprache als auch in deutscher Sprache gefördert. Dadurch sollen sie behutsam an die deutsche Sprache heran geführt werden und gleichzeitig soziale Kompetenzen erwerben. Die Zweisprachigkeit der Mitarbeiterinnen erleichtert den Kindern den Zugang zur deutschen Sprache, da Schwierigkeiten in der Ausdrucksfähigkeit durch Übersetzung erleichtert werden können. Zusätzlich werden alltägliche und stadtteilbezogene Aktivitäten, wie etwa der Besuch eines Wochenmarkts, mit schulischen Elementen verknüpft. Begleitend zur Erziehung der Kinder werden auch die Eltern intensiv einbezogen und somit wichtige Impulse für die Integration der gesamten Familie gegeben.

Jugendzentrum Neuallermöhe

Das Jugendzentrum Neuallermöhe wird zu 98 Prozent von Jugendlichen nichtdeutscher Herkunftssprache besucht. Im Projekt „Gemeinsam sind wir Stars“ lernen Jugendliche, eigene Songs in deutscher Sprache zu texten und Musik dazu zu komponieren. Die Jugendlichen erweitern auf diese Weise ihren Wortschatz und lernen auf für sie attraktive Weise, sich in der deutschen Sprache auszudrücken. Ihre Songs nehmen die Jugendlichen auf CDs auf, nehmen damit an Wettbewerben teil und treten auch auf.

Das Projekt beschreitet einen innovativen Weg, indem es Jugendliche in einem Bereich unterstützt, der ihren Neigungen, Fähigkeiten und Interessen entspricht.

Kinderwelt Hamburg e.V.

Die Kinderwelt Hamburg e.V. ist Träger von zwölf Kindertageseinrichtungen und praktiziert mit dem Projekt „Sprachwerkstatt“ in der Kindertagesstätte „Die kleinen Strolche“ in Barmbek-Nord eine kreative Methode der Sprachförderung. Gehörtes, wie etwa neue Wörter, die in Geschichten vorkommen, soll auf verschiedene Weise bildlich dargestellt und den Kindern dadurch näher gebracht werden. Die Sprachwerkstatt bedient sich dazu einer „Sprachkiste“, in der Gegenstände zu einem Thema gesammelt werden, wie etwa Äpfel und Birnen zum Oberbegriff Obst. Je nach Entwicklungsstand der Kinder können dann unterschiedliche Gegenstände aus der Sprachkiste zur Förderung eingesetzt werden. Weiterer Baustein der Sprachwerkstatt sind die so genannten „Sprachräume“. In ihnen werden Materialien, die zum Spracherwerb anregen, wie die Sprachkisten oder auch Kassettenrekorder und Bücher, gesammelt und stehen den Kindern zur Verfügung.

In der Sprachwerkstatt lernen die Kinder spielerisch und alltagsbezogen die deutsche Sprache. Der Lernfortschritt wird dabei kontinuierlich dokumentiert. Die benachbarte Grundschule ist ebenfalls in das Projekt eingebunden. Eine Lehrerin nimmt regelmäßig an der Sprachwerkstatt teil, wodurch ein erster Kontakt zu den Kindern bereits vor der Einschulung aufgebaut werden kann.

www.zuwanderung.hamburg.de

prm 05.10.2005 17:08

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